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Artikel: Götz Werner im Interview, S. 24
Mutiger Querdenker
Mit Begeisterung lese ich gerade das Gespräch mit Götz Werner. Darauf habe ich schon sehr lange gewartet. Ich arbeite im DRK-Kreisverband Altena-Lüdenscheid und erlebe täglich hautnah mit, was Armut und explizit Kinderarmut heißt. Ich bewundere Götz Werner sehr, weil er soziale Verantwortung übernimmt, nicht nur als Arbeitgeber. Ich habe es persönlich erlebt und konnte mir auch nach einiger Zeit das Ehrenamt nicht mehr leisten - von Ehrenzeichen und Dankesbekundungen wird man leider nicht satt. Ich wünsche mir mehr Querdenker und mutige Menschen, die verhärtete Strukturen aufbrechen. Auch auf dem "großen, schwer beweglichen Tanker" Rotes Kreuz. Vielen Dank für Eure Arbeit.
Gudrun Rubner, Altena-Lüdenscheid
Artikel: "Aufopfern war gestern", Seite 6
Aufopfern?
Sinngemäß schreiben Sie, dass man früher nur Ehrenamtler wurde, weil es sich so gehört hätte. Da bin ich anderer Meinung. Natürlich war es gut angesehen, wenn man eine Funktion im Sportverein oder in der Freiwilligen Feuerwehr hatte. Aber ist das heute nicht auch noch so?
Ludwig Reichenbach, Pforzheim
Artikel: Interview mit Angela Merkel, Seite 24
Bedrückend
Ich finde es bedrückend, dass Frau Merkel das DRK der DDR haerabwürdigt, indem Sie meint, dass "der Staatsapparat das DRK gebraucht hat". Im DRK hing das Honecker-Bild, ja. Aber es wurde auch sehr aktive Arbeit geleistet, medizinisch, sozial, soliarisch im Land und im Ausland, wo nach Naturkatastrophen Hilfe gebraucht wurde.
Walter Vorwerk, Berlin-Lichtenberg
Artikel: Wiedersehen auf Zeit, S. 24-25
Ein Zeichen der Menschlichkeit
Als Mitglied des Roten Kreuzes bekomme ich das Rotkreuzmagazin, das ich meist mit Interesse und gewinn lese. Ich freue mich auch heute, darüber zu lesen, wie Fredrik Barkenhammar berichtet, dass das kleine palästinensische Mädchen aus einem Flüchtlingslager in Betlehem ihre Mutter in einem israelischen Gefängnis besuchen darf. Es ist traurig für das Kind, dass sich seine Mutter eines Vergehens schuldig gemacht hat, das sie ins Gefängnis brachte. Es ist aber auch bezeichnend und bemerkenswert, dass – wie dort steht – „der angespannten Sicherheitslage zum Trotz“ die israelischen Behörden sich dennoch gemäß der Genfer Konventionen verhalten und erlauben, das „über 20.000 Palästinenser ihre Angehörigen im Gefängnis besuchen können … Im Zeichen der Menschlichkeit“. Wie Sie wissen, sind sehr viele dieser Palästinenser an blutigen Terroranschlägen gegen die Zivilbevölkerung Israels beteiligt gewesen. Umso mehr verwundert, nein, empört es mich, dass es im Falle des seit mehreren Jahren im Gaza von der Terrorgruppe Hamas entführten jungen israelischen Soldaten Gilad Schalit anders gehandhabt wird. So weit ich weiß, haben seine Angehörigen ihn – entgegen den Genfer Konventionen – nicht besuchen dürfen, wiewohl er eine unschuldige Geisel ist. Was tut das Rote Kreuz in dieser Angelegenheit? Ich möchte Sie daher bitten, dementsprechend endlich auch tätig zu werden, denn ein Zeichen der Menschlichkeit gebührt auch Gilad Schalit!
Dr. Elvira Grözinger, Berlin
Artikel: Bessere Wege suchen, S. 18-19
Mit großem Interesse habe ich den Artikel über den Vorsitzenden des Weltzukunftsrates, Jakob von Uexküll gelesen. Es ist dort im Interview dargelegt, daß er mit dem Roten Kreuz keine Verbindung habe. Nun ist mir aus dem Buch des früheren Generalsekretärs des DRK, Dr. Anton Schlögel, Geist und Gestalt des Roten Kreuzes (1987, Druckerei Hachenburg GmbH) bekannt, mit welchem Einsatz die Gräfin Alexandrine von Uexküll als Rotkreuzschwester im I. Weltkrieg und vielen anderen Einsatzorten des Roten Kreuzes aktiv war. Ich vermute, dass verwandtschaftliche Beziehungen zwischen beiden Persönlichkeiten bestehen.
Werner Steinmetz