Ausgabe 4|2017

Die Themen im Heft:

Kompakt

Stiftung: "Daheim im Heim" - bereit für neue Perspektiven

So können die Feiertage enstpannt ablaufen

Weihnachtsretter gesucht

festakt: Ehemalige Besatzungsmitglieder und Gäste erinnern sich an den Einsatz des DRK-Hospitalschiffs Helgoland in Vietnam

Helfen

Gutes getan und Großes erreicht: DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters geht nach 14 Dienstjahren in den Ruhestand. Eine Würdigung.

Familien zusammenbringen: Dank des DRK-Suchdienstes haben sich die Geschwister Christel und Günter Peleiski nach 72 Jahren wiedergefunden

Neue Heimat Deutsches Rotes Kreuz: Geflüchtete engagieren sich ehrenamtlich beim DRK

Prothesen für ein neues Leben: Alberto Cairo vom Orthopädieprogramm des Internationalen Kommitees vom Roten Kreuz im Interview

Gesundheit

Serie: Erste Hilfe, Teil 24: Herzdruckmassage rettet Leben

Vitamine, Bewegung und viel Licht: Spaß in der dunklen Jahrezeit



Diese und weitere Artikel können Sie in der Gesamtausgabe lesen; hier erhältlich  als Printmagazin für die Mitglieder, Freunde und Förderer des DRK.

Editorial

Offen für alle

In den vergangenen zwei Jahren haben wir viel auf die Beine gestellt, was der
Staat allein nicht geschafft hätte: So versorgte das Deutsche Rote Kreuz mit seinen vielen ehren- und hauptamtlichen Helfern Ende 2015 und Anfang 2016 in insgesamt 450 Unterkünften bis zu 140 000 Menschen, die vor Krieg und Terror geflohen sind.
Wir alle haben seitdem verschiedene Phasen der Hilfeleistung erlebt oder erleben sie noch. Nach der unmittelbaren Soforthilfe, die eine gewaltige organisatorische und emotionale Herausforderung darstellte, folgt nun die nächste große Aufgabe: die aktiv gelebte Integration der Menschen in der neuen Heimat.
Viele Neubürger jedenfalls wollen ein wenig von dem zurückgeben, was sie vor zwei Jahren bei ihrer Ankunft in Deutschland erhalten haben – Nächstenliebe und Herzlichkeit. Und so engagieren sie sich jetzt zusammen mit anderen Engagierten freiwillig im DRK. Gemeinsam mit ihren Freunden wollen sie anpacken und helfen. Sie unterstützen Menschen, denen es noch nicht so gut
geht wie ihnen. Sie geben Tipps bei der Wohnungssuche, bei Arztbesuchen, bei
Fragen rund um Schule, Ausbildung und Beruf; sie stehen als Dolmetscher anderen Geflüchteten zur Seite, informieren über Deutschkurse und Förderunterricht. Aber auch im Sanitätsdienst oder beispielsweise als Rettungsschwimmer engagieren sich Geflüchtete nach einer entsprechenden Ausbildung und bringen dabei ihre sprachlichen und kulturellen Kenntnisse zusätzlich ein.
Ehrenamtliche Helfer aus Syrien, dem Irak und aus vielen anderen Krisenregionen leisten wie ihre Freunde und Mitstreiter hierzulande einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit ihrem Einsatz machen sie Deutschland lebens- und liebenswert. Dafür möchte ich mich bedanken. Das DRK ist offen für alle, die mitmachen wollen und sich einbringen möchten. Zum Schluss wende ich mich in einer ganz persönlichen Angelegenheit an Sie: Ich habe mich entschieden, nach insgesamt 14 Jahren nicht mehr für das Amt des DRK-Präsidenten zu kandidieren. An dieser Stelle möchte ich mich von Ihnen, meine lieben Leserinnen und Leser des rotkreuzmagazins, verabschieden. Sie waren ein aufmerksames und treues Publikum.
So ein Abschied sollte aber immer auch Ansporn sein, nach vorn zu blicken.
Es lohnt sich, zu helfen. Das zunehmende Engagement der Geflüchteten in unserer Gesellschaft zeigt: Es gibt nichts Schöneres, als anderen Menschen beizustehen.

Ihr
Dr. Rudolf Seiters
DRK-Präsident