Ausgabe 3|2017

Die Themen im Heft:

Kompakt

KulturTür - Zeitschrift für Geflüchtete und Einheimische

DRK.-Medienpreis

Neuer Familienratgeber im Netz

Bundespräsident Steinmeier übernimmt DRK-Schirmherrschaft

Tödlicher Messerangriff

Schüler auf Irrfahrt

Helfen

Die Macht der kleinen Schritte:Das DRK hilft Menschen in somalia, im Jemen und im Sudan- und bewirkt so langfristige Veränderungen

"Dem anderen zuhören": Interview mit Sprachtrainerin Sandra Mantz

Maximaler Schutz: Mit einem neuen Isolationskrankenhaus unterstützt das DRK betroffene Länder im Kampfgegen lebensbedrohliche Infektionskrankheiten

DRK-Sommersymposium: Selbst- und Nachbarschaftshilfe wird in Krisenfällen immer wichtiger

Gesundheit

Den Schmerzen ein Schnippchen schlagen: Was wikrlich gegen Arthrose hilft

Serie/Erste Hilfe, Teil 23: Giftig und ätzend!

Auswege aus der Geldnot:Schuldnerberatung beim DRK

Editorial

Lebensgrundlagen sichern

Die Lage ist ernst: Mehr als 20 Millionen Menschen sind in Somalia, im Jemen, im Sudan und in weiteren Ländern Afrikas von Unterernährung und Hunger bedroht.
Die Notwendigkeit der humanitären Hilfe ist so deutlich und so dringend wie nie zuvor. Allein im Jemen haben derzeit rund 14 Millionen Männer, Frauen und Kinder keinen Zugang zu genügend Nahrungsmitteln.
Das Deutsche Rote Kreuz versucht, den Menschen in der akuten Not zu helfen sowie darüber hinaus die Lage der Bevölkerung in den betroffenen Regionen langfristig zu verbessern.
So helfen wir beispielsweise in einigen Dörfern in Somalia, durch die Verteilung von Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten die Ernährungslage zu sichern. Im Dorf Hilat Hamed in der Region Mellit nahe der gleichnamigen alten Karawanenstadt im sudanesischen Nord-Darfur sorgen wir für sauberes Wasser und funktionierende Sanitäranlagen. Und im Jemen unterstützt das DRK die Ausstattung eines Ambulanzwagens. Auf den ersten Blick sind das eher bescheidene Einsätze. Doch es sind die vielen kleinen Schritte, die Großes bewegen können. Und die nur möglich sind, weil es Menschen in Deutschland gibt, die uns mit ihrem persönlichen Einsatz und auch mit ihrer Spende unterstützen.
Bei unseren Projekten vor Ort setzen wir auf die aktive Beteiligung der Bevölkerung. Es geht darum, die Menschen widerstandsfähiger zu machen. Damit Regionen, die beispielsweise vom Klimawandel betroffen sind, sich auf die Folgen von Dürren oder Überflutungen besser vorbereiten können. Und damit die Menschen einen Grund haben, in ihrer Heimat zu bleiben – und nicht den langen und lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa antreten müssen.
Der somalische Bauer, der Mais anpflanzt, der Ambulanzwagen, der über unwegsame Straßen im Jemen fährt und die sudanesische Dorfgemeinschaft, die einen Brunnen gräbt – all das sind Beispiele für die praxisnahe Hilfe des DRK vor Ort. Dazu gehört auch, dass wir immer öfter kleine Geldguthaben auszahlen, mit denen die Menschen das einkaufen können, was sie zum Überleben brauchen. Das ist würdevoller, als stundenlang für ein Hilfspaket in einer Schlange anzustehen.
Kein Zweifel – der Kampf gegen den Hunger benötigt einen langen Atem und neue Ideen. Es sind die kleinen Schritte, die den Menschen Hoffnung bringen.

Ihr

Dr. Rudolf Seiters
DRK-Präsident