Ausgabe 2|2018

Die Themen im Heft:

Kompakt

Deutschland besser auf Katastrophen vorbereiten

Rot-Kreuz-Museum in Beierfeld: im Namen der Nächstenliebe

Model Zohre Esmaeli ist neue DRK-Botschafterin

Mit einer Anlass-Spende Kindern in Not helfen

Helfen

Ein starkes Netzwerk: Über 400.000 Menschen engagieren sich freiwillig im Deutschen Roten Kreuz - und bilden so das Fundament für unzählige Hilfsangebote

Illegale Glücksspielanbieter schaden dem Gemeinwohl: Torsten Meinberg vom Deutschen Lotto- und Totoblock im Interview

Da sein, wo Hilfe gebraucht wird: Das Deutsche Rote Kreuz hilft Flüchtlingen dabei, sich in Deutschland zu orientieren

Wiederaufforstung und Gemüseanbau: das Deutsche Rote Kreuz in Nordkorea

Gesundheit

SMS-Daumen, Handynacken und Mausarm: Fehlhaltungsphänomene der Generation Smartphone

Serie: Erste Hilfe, Teil 26: Wenn ein Insekt zusticht - und eine Allergie auslöst



Die Gesamtausgabe ist mit Erscheinen der neuen Ausgabe im Archiv als e-paper zu lesen.

Editorial

Einfach mal Danke sagen


Freiwilliges bürgerschaftliches Engagement ist aktueller denn je – das zeigt die großartige Unterstützung der Bevölkerung in der augenblicklichen Flüchtlingshilfe
genauso wie bei Unwetterkatastrophen oder in der täglichen Arbeit in den Seniorenheimen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern oder im Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Ja, die Menschen in unserem Land möchten sich engagieren. Und sie leisten auf diese Weise einen wichtigen, wenn nicht sogar entscheidenden Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.
Doch die Rahmenbedingungen für dieses Engagement verändern sich stetig und machen es zunehmend schwieriger, ehrenamtlich tätig zu werden. Da sind etwa die steigenden Ansprüche in der Arbeitswelt. Oder die Anforderungen, die beispielsweise die Ganztagsschulen oder das Bachelorstudium an junge Menschen stellen. Oft hat der Nachwuchs immer weniger Zeit, in Vereinen und Verbänden aktiv zu sein. Und auch die Ansprüche an das Ehrenamt haben sich verändert. Immer mehr Menschen möchten sich nicht dauerhaft an eine Organisation binden. Sie bevorzugen flexible und projektgebundene Einsätze. Das DRK hat auf diese Entwicklungen reagiert und neue Beteiligungsformen für spontanes oder zeitlich begrenztes Engagement geschaffen. Nicht selten sind solche Einsätze dann auch
das Sprungbrett in ein langfristiges Ehrenamt. Dafür spricht die Zunahme der
ehrenamtlichen Helfer beim DRK.
Vor allem jungen Leuten möchte das DRK das freiwillige, unentgeltliche Engagement schmackhaft machen. Einerseits versuchen wir, optimale Bedingungen zu schaffen, damit sie ihr Engagement mit Schule, Ausbildung, Studium, Beruf und Familie vereinbaren können. Andererseits können Qualifikationen, die ehrenamtliche Helfer im DRK erworben haben – wie die Sanitätsdienstausbildung oder die Fachdienstausbildung Technik und Sicherheit –, in den Lebenslauf und in die berufliche Karriere integriert werden. Und selbstverständlich wollen wir, dass die Freistellung für soziale Tätigkeiten und den Bevölkerungsschutz unproblematischer als bisher üblich vonstattengeht. Hier sind wir in einem guten Dialog mit der Politik. Ehrenamtliches Engagement ist nicht
selbstverständlich, sondern ein großartiges Geschenk. Dafür möchte ich mich
an dieser Stelle bei allen Freiwilligen, die ihr Wissen, ihre Tatkraft und ihr Herzblut tagtäglich für das DRK einbringen, bedanken!



Herzlichst
Ihre


Gerda Hasselfedlt