Ausgabe 1|2017

Die Themen im Heft:

Kompakt

Engagement im Irak

Informationen über auf der Flucht verstorbene Menschen

Einigung zum Erhalt der DRK-Schwesternschaften

Beim Onlineeinkauf das DRK unterstützen

Heißes Date im Netz

Helfen

Netzwerk für Familien: Das DRK steht, Kindern, Müttern und Vätern mit vielen Angeboten zur Seite

"Einer für alle, alle für einen": Handballnationaltorwart und Europameister Andreas Wolff im Interview

Höhenrettung hinter Glasfassade: In Bad Tölz trainiert die Bergwacht im Roten Kreuz ihre Einsätze in einer Hightech-Halle

Mut zur Menschlichkeit: Das DRK engagiert sich seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien und unterstützt dabei den Syrischen Arabischen Halbmond (SARC)

Gesundheit

Guter Start: DRK-Bundesarzt Peter Sefrin gibt Tipps für eine entspannte Fahrradtour

Serie: Erste Hilfe, Teil 22:Vorräte anlegen und für den Notfall bereit sein.

DRK-Seniorentreffpunkte: Neugierig und lebensfroh bis ins hohe Alter



Diese und weitere Artikel können Sie in der Gesamtausgabe lesen; hier erhältlich  als Printmagazin für die Mitglieder, Freunde und Förderer des DRK.

Editorial

Ein Netzwerk, das Groß und Klein verbindet

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind eine Herausforderung. Eltern  brauchen in dieser emotional meist aufwühlenden und körperlich anstrengenden Zeit jemanden, der ihnen zur Seite steht – der bestärkt,  begleitet und entlastet. Als Vater von drei mittlerweile erwachsenen
Töchtern weiß ich, was Eltern in dieser Lebensphase jeden Tag leisten. Und wie kräftezehrend es sein kann, nach einer schlaflosen Nacht – etwa, weil der Nachwuchs seine ersten Zähne bekommt – am nächsten Tag ihre Frau oder seinen Mann zu stehen.
Als Präsident des Deutschen Roten Kreuzes kann ich aber auch sagen: Das DRK mit seinen engagierten ehren- und hauptamtlichen Helfern steht Familien mit unterschiedlichsten Angeboten zur Seite: Es gibt Treffen für Alleinerziehende, Eltern-Kind-Gruppen, Großelterndienste und Angebote für Familien mit Fluchthintergrund. Die DRKler begleiten und unterstützen dabei die großen und kleinen Familienmitglieder. Sie helfen mit Rat und Tat bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, Krisen und Konflikten. Sie hören zu, wenn Eltern davon sprechen, dass sie sich verunsichert und überfordert fühlen. Sie geben Tipps,  packen an, helfen und behalten vertrauliche Informationen für sich. Denn die Rotkreuzler, die sich in der Familienhilfe engagieren, unterliegen der Schweigepflicht. Für diesen Einsatz sage ich Danke.
Vor allem der Großelterndienst wird in Zeiten mit immer mehr Alleinerziehenden
zunehmend wichtiger. In jeder fünften Familie hierzulande sorgen Mutter oder Vater allein für den Nachwuchs – und brauchen entsprechend besondere Unterstützung. Wunschgroßeltern betreuen die Kinder einmal oder mehrmals in der Woche. Und bieten so den Vätern und Müttern einen Freiraum, in dem sie ungestört Besorgungen machen können oder einfach Zeit für sich haben. Die Kinder bekommen die Chance, neue Perspektiven kennenzulernen und am Erfahrungsschatz der Älteren teilzuhaben.
Wer also Zeit und Energie für die Betreuung eines Kindes hat, ist als Wunschoma oder Wunschopa beim DRK herzlich willkommen. Wir setzen uns dafür ein, dass es in Zukunft noch mehr Großelterndienste gibt. Es gibt nichts Schöneres, als Kinder auf ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten.

Ihr
Dr. Rudolf Seiters
DRK-Präsident